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Hellboy

(Hellboy, 2004)

Dt.Start: 16. September 2004
DVD: 13. Januar 2005
Premiere: 02. April 2004 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Action, Abenteuer
Länge: 122 min Land: USA
Darsteller: Ron Perlman (Hellboy), Selma Blair (Liz Sherman), John Hurt (Dr. Broom), Jeffrey Tambor (Tom Manning), Karel Roden (Grigori Rasputin), Victoria Smurfit (Ilsa), Rupert Evans (FBI-Agent Myers), Doug Jones (Abe Sapien)
Regie: Guillermo Del Toro
Drehbuch: Guillermo Del Toro


Inhalt

Ende des Zweiten Weltkrieges öffnen die Nazis mit Hilfe des größenwahnsinnigen Magiers Rasputin ein Portal in den Weltraum, um die sieben Götter das Chaos auf die Erde zu bringen. Der apokalyptische Plan kann jedoch von einer US-Einheit verhindert werden, so dass nur der kleine Hellboy das Portal durchqueren kann. Der junge und ehrgeizige Professor Broom nimmt sich seiner an und zieht ihn unter dem Schutz des Bureau for Paranormal Research und Defense groß. Als Rasputin wiederaufersteht und seinen Plan vollenden will, muss der mittlerweile erwachsene Hellboy den Untergang der Menschheit abwenden.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Hellboy hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 83%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Straßer
Hellboy hat eine Wertung von 83%
Die Comic-Verfilmung von Genre-Spezialist Guillermo del Toro besticht durch eine gelungene Atmosphäre, eine clevere Geschichte und einen hervorragenden Ron Perlman in der Hauptrolle. Dieses teilweise mit einem Augenzwinkern erzählte Action-Spektakel sollten sich Genre-Fans auf keinen Fall entgehen lassen.

Bild aus Hellboy Man kann es durchaus als Kunststück betrachten, was Regisseur und Drehbuchautor Guillermo del Toro (Blade II) hier vollbracht hat. Denn kaum jemand hatte es für möglich gehalten, dass er aus der beliebten Comic-Reihe von Mike Mignola einen derart guten Film zaubern würde. Seine Version von Hellboy schafft den oft versuchten, aber selten gelungenen, Spagat zwischen Genre- und Mainstreampublikum. Das Erfolgsrezept lässt sich schlecht in Worte fassen, da der Film als Gesamtwerk einfach hervorragend funktioniert und das Publikum für zwei Stunden in eine Fantasy-Welt entführt, um es an einer clever erzählten Geschichte teilhaben zu lassen. Der im Kino spürbare Enthusiasmus aller Beteiligten ist ein weiterer Erfolgsfaktor, der Hellboy zu einem wahrlich gelungenen Kinoerlebnis werden lässt.

Hauptdarsteller Ron Perlman, der von Anfang an Guillermo del Toros Wunschkandidat für die Rolle des Hellboy war, erweist sich als absolute Traumbesetzung und bringt die Figur in allen Facetten so auf die Leinwand, wie man sie sich vorstellt. Sein Hellboy ist kantig, rebellisch, humorvoll aber vor allem eines: cool. Egal wie mächtig der Gegner auch sein mag, er tritt ihm stets mit einer fast schon penetranten Lässigkeit gegenüber, die schlichtweg begeistert. Gleichzeitig ist er aber eine Figur, die sich danach sehnt, menschlicher zu sein. Dies zeigt sich vor allem daran, dass er sich die Hörner abschleift. Man kann Guillermo del Toro nicht genug danken, dass er seinen Wunschkandidaten gehen Vin Diesel oder Dwayne "The Rock" Johnson, die Favoriten der Studiobosse, durchsetzte. Nicht dass die Beiden schlechte Schauspieler wären, aber in Wahrheit gibt es nur einen Hellboy: Ron Perlman!

Der Film beginnt Ende des Zweiten Weltkrieges, als die Nazis mit Hilfe von Okkultismus versuchen, das Ruder doch noch herumzureißen. In Schottland versucht der gefürchtete Nazi-Killer Kroenen mit Hilfe des größenwahnsinnigen Magiers Rasputin ein Portal zu öffnen, um die sieben Götter das Chaos auf die Erde zu bringen. Das apokalyptische Unternehmen kann jedoch von einer amerikanischen Einheit, unter der Führung von Professor Broom, gerade noch verhindert werden. Trotzdem gelingt es einem kleinen roten Wesen, das Portal zu durchqueren. Broom nimmt sich des kleinen Hellboy an und zieht ihn unter dem Schutz des "Bureau for Paranormal Research und Defense" groß. In der Gegenwart angekommen, ist Hellboy ein ausgewachsener Mann, der zusammen mit dem mittlerweile 80jährigen Professor Broom (John Hurt), dem Fischmenschen Abe Sapien (Doug Jones), der pyrokinetisch veranlagten Liz Sherman (Selma Blair) und dem jungen Agenten John Myers (Rupert Evans) gegen die Mächte der Finsternis kämpft. Die Lage spitzt sich jedoch zu als, Rasputin und Kroenen zurückkehren, um ihr teuflisches Werk zu vollenden.

Guillermo del Toro nimmt sich teilweise etwas lang erscheinende zwei Stunden Zeit, um seine Geschichte zu erzählen. Dabei setzt er glücklicherweise nicht nur auf Action und Horror, sondern beschäftigt sich auch mit seinen Charakteren, um ihnen Profil zu verleihen. Auch Humor kommt in Hellboy nicht zu kurz und so glänzt der Film mit dem ein oder anderen Oneliner, sowie mit teilweise augenzwinkerndem Erzählstil. Auch das Set-Design, die Maske und die Spezialeffekte sind gut gelungen und haben einen beträchtlichen Anteil an der gelungenen Atmosphäre des Films. Dies und vor allem ein blendender Hauptdarsteller machen Hellboy zu einen rundum gelungenen Kinoerlebnis, das nicht nur für Genre-Fans interessant sein dürfte.



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