In dieser sympathischen Rollentauschkomödie glänzen vor allem die beiden Hauptdarstellerinnen Lindsay Lohan und Jamie Lee Curtis, aber auch sonst überzeugt dieses Remake und unterhält prächtig.
Im Alter von vierzehn Jahren spielte Jodie Foster in der Walt Disney Produktion Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag einen Teenager, der mit seiner Mutter unfreiwilligerweise die Rollen tauscht. Im gleichnamigen Remake (ebenfalls von Disney) verkörpert nun 27 Jahre später Lindsay Lohan diesen Teenager, der in den Körper ihrer Mutter (gespielt von Jamie Lee Curtis) schlüpft.
Anna und ihre Mutter, die Psychiaterin Dr. Tess Coleman, kommen überhaupt nicht miteinander zurecht. So stören ihre Mutter z.B., Annas Kleidungsstil, ihre Frisur, die Musik und ihre Vorliebe, für die ihrer Meinung nach, falschen Jungs. Beide Parteien meinen natürlich, dass der jeweils Andere ein viel leichteres Leben führt und würden dieses natürlich ohne Probleme managen. So kommt es wie es kommen muss: Als sie während des Essens beim Asiaten magische Glückskekse serviert bekommen, beginnt ein Zauber bei dem sich Anna und Tess plötzlich im Körper des Anderen wiederfinden.
Brauchen wir denn noch eine Rollentauschkomödie? Es gibt doch schon so viele und eigentlich ist es doch sowieso immer das Gleiche, aber wenn sie so rüber kommt wie in diesem Falle, dann soll es mir recht sein! Wie erwähnt ist die Geschichte nicht neu, dennoch langweilt man sich kaum, da es Mark S. Waters gelang, einen sehr flotten Film zu inszenieren, in dem kaum eine Minute ohne irgendwelche witzigen Einlagen vergeht. Der Rest allerdings ist auch nicht mehr als Einheitsbrei: Weder neue Ideen noch besondere technische Spielereien und natürlich auch keine große Höhepunkte, dafür ist allerdings der Soundtrack ganz ordentlich geworden.
Was wäre der jedoch Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag nur ohne seine beiden groß aufspielenden Hauptdarstellerinnen. Da wäre zum einen Jamie Lee Curtis: Schon zu Beginn, in ihrer ganz normalen Mutterrolle, konnte sie mich überzeugen, doch als sie dann den Teenager raushängen lässt, kann man nicht mehr als ununterbrochen zu schmunzeln und sich über die gelungene Darstellung zu amüsieren. Fast noch besser hat mir, die für mich bisher unbekannte, Lindsay Lohan gefallen. Ob sie nun die Jugendliche, oder die Mutter spielt: Man kann sich teilweise nur wegschmeißen vor Lachen. Bei ihr merkt man, dass sie ein großes komödiantisches Potential besitzt (vor allem im Vergleich zu den aktuellen Teenstars Amanda Bynes und Hilary Duff) und ich denke man wird auch in Zukunft noch Einiges von ihr hören. Das Wichtigste jedoch ist, dass beide Darstellerinnen auch sehr gut miteinander agieren; teilweise spielen sie sich die Bälle nur so zu, dass es eine wahre Freude ist ihnen zu zusehen.
Insgesamt gesehen muss ich sagen, dass mir Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag eine sehr gute Unterhaltung geboten hat, was nicht an der Grundidee oder an der Story, sondern eher an den sympathischen Charakteren und vor allem natürlich an den beiden aberwitzigen Hauptdarstellern Lohan und Curtis lag.