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Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre

(The Texas Chainsaw Massacre, 2003)

Dt.Start: 01. Januar 2004
DVD: 08. Juli 2004
Premiere: 17. Oktober 2003 (USA)
FSK: ab 18 Genre: Horror
Länge: 98 min Land: USA
Darsteller: Jessica Biel (Erin), Jonathan Tucker (Morgan), Erica Leerhsen (Pepper Harrington), Mike Vogel (Andy), Eric Balfour (Kemper), Andrew Bryniarski (Thomas Hewitt), R. Lee Ermey (Sheriff Hoyt), David Dorfman (Jedidiah), Lauren German (Teenage Girl Jane), Terrence Evans (Old Monty), Marietta Marich (Luda May), Heather Kafka (Henrietta), Kathy Lamkin (Tea Lady), Brad Leland (Big Rig Bob), Mamie Meek (Clerk), John Larroquette (Erzähler)
Regie: Marcus Nispel
Drehbuch: Scott Kosar, Eric Bernt


Inhalt

Auf einer Fahrt nach Mexiko nimmt eine Gruppe von jungen Leuten einen blutüberströmten Tramper auf, der von etwas angegriffen worden ist. Als ihr Wagen mangels Benzin vor einem Schlachthaus stehen bleibt, beschließt die Gruppe, nachzusehen, ob es dort ein Telefon gibt. Doch was sie dort antreffen, ist eine seltsame Familie von Kannibalen und ein merkwürdiger Mann, dessen Lieblingswaffe eine Kettensäge ist.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 30%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Straßer
Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre hat eine Wertung von 30%
Das Remake des Horror-Klassikers aus dem Jahre 1974 bedient das momentan populäre Genre Teen-Slasher und reißt trotz hohem Ekelfaktor keinen vom Hocker.

Bild aus Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre 29 Jahre nach Tobe Hoopers Horror-Meilenstein The Texas Chainsaw Massacre, der in Deutschland unter dem Titel Blutgericht in Texas in die Kinos kam, bringt Produzent Michael Bay (Regie bei Bad Boys II) zusammen mit dem Regieneuling Marcus Nispel ein Remake in die Kinos. Wie auch das Original vermittelt der Film durch seine Eröffnung den Eindruck, die Geschichte eines wahren Verbrechens zu erzählen, das nie aufgeklärt wurde. Danach schlägt die Neuverfilmung recht schnell neue Wege ein und bedient das momentan populäre Genre Teen-Slasher, das zuletzt in Wrong Turn und Freddy Vs. Jason ein Gastspiel in den deutschen Kinos hatte. Das Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre des deutschen Musikvideo- und Webespotregisseurs unterscheidet sich allerdings nur teilweise von den letzten Filmen des Genres und liefert somit keinen stichhaltigen Grund, den Weg ins Kino anzutreten.

Im Zentrum des Films steht eine Gruppe aus fünf Jugendlichen, die mit ihrem Minibus durch Texas fährt und mitten im Nirgendwo eine völlig verstörte Frau aufgabelt. Diese wird kurzerhand in den Minibus verfrachtet, was nach fünf Minuten dazu führt, dass sie sich mit einem Revolver das Gehirn rauspustet. Um die Sauerei dem Sheriff zu melden, hält die Gruppe an der nächsten Tankstelle an und wird von der dort arbeitenden Lady zu einer entlegen Mühle geschickt, wo sie den Sheriff treffen soll. Obwohl dies eigentlich schon jedem normal denkenden Menschen spanisch vorkommen müsste, fährt die Gruppe zu der Mühle und wird nicht einmal skeptisch, als dort ein kleiner Junge in einer mit Skelettchen dekorierten Ecke herumkauert. Der Rest läuft dann weitestgehend nach dem bekannten Schema ab: eine Person von der Gruppe weglocken - kurz anschlitzen - ein bisschen herummetzgern und verstümmeln - gleich töten oder verenden lassen - nächstes Opfer suchen.

Die ganze Story kann, auch wenn sie bereits zigmal erzählt wurde, interessant und spannend sein. Grundvoraussetzung dafür sind allerdings Logik und ein bisschen Einfallsreichtum. Dummerweise fehlt Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre beides. Beispiel gefällig: Die letzte Überlebende der Gruppe wird von Schlitzer Leatherface (Jason mit Kettensäge) in dessen Keller transportiert und dort erst mal allein gelassen. Was tut sie? a.) eine Waffe suchen und sich verstecken - b.) versuchen zu flüchten - c.) Hilfe holen. Die Antwort ist natürlich werde a noch b noch c sondern d: erst mal ein bisschen durch den Keller flanieren und die Gedärme und den sonstigen Ekelkram von Leatherface begutachten. Auch an Einfallsreichtum mangelt es dem Film, da das oben beschriebene Dezimierungsritual konsequent durchgezogen wird.

Im punkto Darstellerin ist neben Hauptdarstellerin Jessica Biel, die sich schreiend und laufend ganz gut verkauft und unter der Sprenkelanlage auch noch körperliche Qualitäten beweisen darf, R. Lee Ermey zu nennen, der als durchgeknallter und angsteinflößender Sheriff überzeugt. Ansonsten reiht sich das Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre sang- und klanglos in die Reihe der schlechten Filme des Genres ein und schafft es trotz eines hohen Ekelfaktors (Raten, Gedärme usw.) und einer bizarren Story nicht, sich von anderen Produktionen dieser Art abzuheben. Deshalb eher daheim bleiben und sich die DVD mit dem Original aus dem Jahre 1974 anschauen.



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