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Rosenstraße

(Rosenstraße, 2003)

Dt.Start: 18. September 2003 Premiere: 10. August 2003 (Toronto Film Festival, Kanada)
FSK: ab 12 Genre: Drama
Länge: 135 min Land: Deutschland
Darsteller: Katja Riemann (Lena Fischer), Maria Schrader (Hannah Weinstein), Jürgen Vogel (Arthur von Eschenbach), Martin Feifel (Fabian Fischer), Jutta Lampe (Ruth Weinstein), Doris Schade (Lena Fischer mit 90 Jahren), Fedja van Huêt (Luis Marquez), Carola Regnier (Rachel Rosenbauer), Svea Lohde (Ruth mit 7 Jahren), Jutta Wachowiak (Frau Goldberg), Jan Decleir (Nathan Goldberg), Thekla Reuten (Klara Fischer), Lilian Schiffer (Erika), Lena Stolze (Miriam Süssmann), Isolde Barth (Mutter Fabian), Fritz Lichtenhahn (Vater Fabian), Carine Cruzen (Mutter Erika), Nina Kunzendorf (Litzy), Martin Wuttke (Goebbels), Hans-Peter Hallwachs (Baron von Eschenbach), Gaby Dohm (Baroness von Eschenbach)
Regie: Margarethe von Trotta
Drehbuch: Margarethe von Trotta, Pamela Katz


Inhalt

Nach dem Tod ihres Mannes herrscht bei Ruth Weinstein große Trauer! Sie erinnert sich zurück an die Zeit in der ihr jüdischer Mann im dritten Reich in der Rosenstraße interniert wurde und sie und andere Frauen sich für die Freilassung ihrer Ehegatten stark gemacht haben.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Rosenstraße hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 60%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
Rosenstraße hat eine Wertung von 60%
Maria von Trotta liefert mit diesem Drama zwar nicht viel Neues ab, aber ihr gelingt es durch ihre gefühlvolle Inszenierung einen durchaus überzeugenden Film zu schaffen.

Bild aus Rosenstraße Und wieder einmal startet ein 3.Reich Drama in unseren Kinos. Das Besondere ist diesmal allerdings, dass der Film aus deutschen Landen kommt und sich mit der eher unbekannten Berliner Rosenstraße befasst, in der vor gut 60 Jahren deutsche Frauen die Freilassung ihrer jüdischen Männer aus besagter Straße forderten.

30 Tage Trauer hat Ruth Weinstein ihrer Familie nach dem Tod ihres Ehemannes auferlegt. Zudem lehnt sie die Heirat ihrer Tochter Hannah mit ihrem südländischen Freund Luis ab. Klar, dass diese davon nicht gerade begeistert ist und so versucht sie den Grund für diese Haltung in der Vergangenheit ihrer Mutter zu suchen. Sie begibt sich nach Berlin um sich dort mit einer alten Bekannten ihrer Mutter zu treffen um mit ihr über die tragischen Ereignisse in der Rosenstraße zu sprechen.

Inhaltlich gesehen bekommen wir eine (außerhalb von Berlin) relativ unbekannte Begebenheit erzählt, die zwar sehr interessant ist, aber leider ein wenig zu sehr ausartet. Die Geschichte wird inszenatorisch gut erzählt und rüber gebracht, nur leider versuchten die Macher das ganze Geschehen zu ausführlich darzulegen, so dass sich nach und nach immer mehr Langeweile einschleicht. Die knapp 140 Minuten hätte man ohne Probleme um 20 bis 30 Minuten kürzen können und dennoch hätte man ohne Verluste der Story die Geschichte der Rosenstraße erzählen können.

Als sehr beeindruckend empfand ich persönlich die Ausstattung des Filmes: Dem Zuschauer kommt es wirklich so vor, dass der Film Ende der dreißiger Jahre gedreht wurde, da die Kulissen, Geräte und ähnliches liebevoll bis ins Detail umgesetzt worden sind. Ein Lob geht auch an die Kostümabteilung, welche mit ihren schlichten bis prächtigen Kleidungsstücken eine hervorragende Arbeit verrichtet haben. Ähnliches Lob gebührt überraschenderweise auch den Darstellerleistungen. Katja Riemann überzeugt als junge Lena Fischer ebenso wie Maria Schrader als Hannah oder auch Jürgen Vogel als Nazisoldat. Doch auch die Nebendarsteller wurden mit Martin Feifel und vor allem aber mit Thekla Reuten sehr gut besetzt.

Rosenstraße gelingt es trotz der viel zu langen Laufzeit, das Publikum weitestgehend zu unterhalten, was in erster Linie der interessanten Geschichte, der Ausstattung und den guten Darstellerleistungen zu verdanken ist.



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