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Wenn Regisseur Jon Favreau eine vor Klischees nur so triefende und routiniert runtergeleierte Weihnachtskomödie inszenieren wollte, dann ist ihm das leider gelungen. Auf frische Ideen wartet man vergeblich und wenn überhaupt: Überzeugen kann nur Will Farell.
Nur noch 4 Wochen, dann steht wieder Weihnachten vor der Türe, was in der Filmbranche heißt: Zeit für den obligatorischen Weihnachtsfilm! Im vorigen Jahr war es noch Tim Allen der in der Disneyfortsetzung Santa Clause: The Mrs. Clause für vorweihnachtliche Stimmung sorgte. Dieses Mal darf nun Comedian Will Farell (zuletzt aberwitzig in Jay and Silent Bob schlagen zurück und Old School - Wir lassen absolut nichts anbrennen zu sehen) als Buddy - Der Weihnachtself das Weihnachtsfest einläuten.
Ungefähr dreißig Jahre ist es her, dass das Waisenkind Buddy als kleines Baby in den Sack des Weihnachtsmanns gekrabbelt ist. Da Santa dieses Malheur erst am Nordpol entdecke, beschloss der Oberelf des Nordpols, ihn als seinen eigenen Sohn aufzuziehen. Doch als Buddy erwachsen wird, merkt er, dass etwas nicht stimmen kann, da er inzwischen fast doppelt so groß wie die anderen Elfen ist. Schweres Herzen gesteht sein Ziehvater Buddy die Wahrheit und erzählt ihm dass sein Vater in New York lebt. Kurz entschlossen begibt sich dieser auf einen Trip in die unbekannte Großstadt um seinem Daddy einen Besuch abzustatten.
Die Idee "Bauerntölpel kommt in die Großstadt; hat keinen Plan und findet sich nicht zurecht" ist ja schon von allen Seiten durchleuchtet worden und kann meiner Meinung nach auch nicht mehr viel Neues bieten. Genau das ist auch das Problem beim Buddy - Der Weihnachtself, da ca. dreiviertel der Gags sich eben genau diesem Muster annehmen und man, wenn überhaupt, nur über aufgewärmte Jokes lachen darf. Erschwerend kommt hinzu, dass mir der Buddy - Der Weihnachtself einfach nicht frech genug ist. Bei Will Farrell erwartet man sich ja schon eine Blödelei vom Feinsten, aber leider kommt der gesamte Film eher bieder daher und enttäuscht mit seiner Heilen Welt-Einstellung, welche gegen Ende sogar im triefendsten Kitsch ausufert.
Ein großes Lob jedoch geht an den Kulissenbau, welcher den Nordpol wunderbar in Szene gesetzt hat, wobei auch das weihnachtliche New York nicht zu verachten ist. Ebenso kann man sich auch an den weihnachtlichen Kostümen kaum satt sehen: Hier wurde ganze Arbeit geleistet.
Glücklich kann sich Regisseur Jon Favreau auch mit der Wahl des Hauptdarstellers schätzen, denn, auch wenn Will Farrell eindeutig mehr kann, als er unter Beweis stellt, ist die Sympathie zu ihm und seinen Charakter wohl der Hauptgrund, weshalb man sich nicht endlos langweilt. Auch die Nebenrollen sind mit James Caan und Back to the Future III-Star Mary Steenburgen gut besetzt. Während Steenburgen noch gefällt, bleibt Caan als Will Farrells Vater eher blass.
Trotz des Hauptdarstellers und der gut eingefangenen Szenerie bleibt Buddy - Der Weihnachtself weitestgehend sehr schwach, da nur wenige Gags zünden und es einfach zu wenig Neues gab. Man sollte lieber bei Der Grinch, The Santa Clause oder aber bei Frank Capras wundervollem Ist das Leben nicht schön? bleiben, da weiß man wenigstens was man hat. |