Nach Freddy Vs. Jason kommt nun der nächste "Kampf der Giganten" in die Kinos. Doch viel härter als die Schlacht der Weltraummonster wird wohl der Kampf in den Kinosälen ausfallen. Dort heißt es nämlich "Zuschauer vs. Langeweile", denn Alien vs. Predator lässt keine Spannung aufkommen und hat nichts wirklich Mitreißendes an sich.
Die Idee zu Alien vs. Predator schwebte schon länger im Raum, da es schon Comics und Computerspiele zu diesem Thema gab. Nun machte sich der für Computerspiel-Verfilmungen bekannte Regisseur Paul W.S. Anderson an die Umsetzung der Außerirdischenschlacht für die Leinwand. Dabei hätte er aber mehr Wert auf die eigentlich Handlung, den Kampf zwischen den Aliens und den Predators, legen sollen, als auf die Rahmenhandlung.
Die Geschichte des Films ist schnell erzähl: Ein Forscherteam entdeckt in der Arktis eine Pyramide unter dem Eis. Dort erwecken sie ein Riesenalien aus seinem Schlaf, das sofort mit der Nachkommenproduktion beginnt. Plötzlich tauchen die Predators aus dem All auf und nehmen den Kampf gegen die unangenehmen Bewohner der Pyramide auf. Das Forscherteam gerät zwischen die Fronten und das fröhliche Sterben beginnt. Klingt nicht gerade einfallsreich, ist es auch nicht. Daher mussten also die Action und die Spannung des Films den Karen aus dem Dreck ziehen.
Aber auch bei den Special Effects kann Alien vs. Predator nicht mit dem heutigen Standard mithalten. Da sahen die Originalfiguren aus den jetzt immerhin schon 20 Jahre alten Originalfilmen realer und furchteinflößender aus und auch die Explosionen wirken nicht up to date, von dem "Endkampf" ganz zu schweigen. Die ohnehin sehr spärlich gestreuten und extrem kurzen Kämpfe der beiden Hauptfiguren sind zwar ansprechend, werden aber durch den übertrieben hektischen Schnitt etwas zerstört. Man kann die beiden Wesen kaum auseinander halten und verliert so schnell denn Überblick.
Der Film wird seinem großen Namen leider nicht gerecht. Die erwartete Schlacht bis zum Letzten bleibt aus und Fans der beiden Kultmonster werden entsetzt sein, wenn sie sehen, was aus ihren Lieblingsfiguren gemacht wurde. Von der düsteren Atmosphäre der Ursprungsfilme blieb nichts übrig. Aber auch losgelöst von diesem Blickwinkel kann man den Streifen nicht gut nennen. Zuwenig packende Action und mäßige Effekte lassen das nicht zu. Die doch noch recht hohe Bewertung ist einfach nur auf den Trash-Bonus zurück zu führen, den man Alien vs. Predator eindeutig einräumen muss. Das Ende dieses Streifen ist so peinlich, dass es schon wieder lustig ist und auch während des Films gibt es mehrere ungewollte Lacher. Wer also einen spannenden Blockbuster oder einen Splattermovie erwartet, wird stark enttäuscht werden. Aber sicher findet auch dieser Film sein Publikum.