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Unterwegs nach Cold Mountain(Cold Mountain, 2003)
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19. Februar 2004
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Premiere: |
25. Dezember 2003 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
154 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Jude Law (Inman), Nicole Kidman (Ada Monroe), Renee Zellweger (Ruby Thewes), Eileen Atkins (Maddy), Brendan Gleeson (Stobrod Thewes), Philip Seymour Hoffman (Reverend Veasey), Natalie Portman (Sara), Giovanni Ribisi (Junior), Donald Sutherland (Reverend Monroe), Ray Winstone (Teague), Kathy Baker (Sally Swanger), James Gammon (Esco Swanger), Charlie Hunnam (Bosie), Jack White (Georgia), Ethan Suplee (Pangle), Jena Malone (Fährmädchen), Melora Walters (Lila), Lucas Black (Oakley), Taryn Manning (Shyla), Tom Aldredge (Blinder), James Rebhorn (Arzt) |
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Regie:
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Anthony Minghella |
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Drehbuch:
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Anthony Minghella |
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Inhalt
Die erst ein paar Tage junge Liebe zwischen Inman und Ada wird durch den Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieg gestört. Inman zieht an die Front, während Ada sehnsüchtig im heimischen Ort Cold Mountain auf seine Rückkehr wartet. Als Inman sich Jahre später als Deserteur auf den Heimweg macht, hat sich die einst wohlbehütete Ada an das harte Leben gewöhnt und hütet gemeinsam mit der raubeinigen Ruby Haus und Hof. |  |
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Der Bürgerkrieg und seine Schrecken: Anthony Minghella zeigt anhand einer tragischen Liebesgeschichte in seinem Epos die grauenvollen Auswirkungen auf die amerikanische Bevölkerung.
Die romantische Liebe zwischen Inman und Ada dient als Basis für ein Bürgerkriegsepos, das die grausamen und zerstörerischen Folgen an der amerikanischen Bevölkerung aufzeigt. Will man mehr über dieses düstere Kapitel der Entstehungsgeschichte der Vereinigten Staaten erfahren, bietet Unterwegs nach Cold Mountain eine wunderbare Gelegenheit. Anthony Minghella zeigt in seiner Verfilmung des gleichnamigen Romans von Charles Frazier viele Aspekte der Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung - fast zu viele. Aber das ist wohl schwer zu umgehen, wenn man 4 Jahre der wichtigsten Epoche Amerikas in 150 Minuten packen muss.
Nachdem der freiwillig einmarschierte Inman, solide gespielt von Jude Law, 1864 schwer verwundet aus dem Lazarett desertiert und sich zu Fuß auf den Weg nach Hause macht, muß er viele Hindernisse überwinden, die ein Happy End in ungreifbare Ferne rücken lassen: Feindliche Soldaten, Betrüger und Kopfgeldjäger reiten mit einer Mordslust durch die Lande und würden dem Leben eines Kriegsflüchtlings mit großer Freude ein Ende bereiten. Doch auch die alleine zurückgebliebene Ada, gespielt von einer zu cleanen und farblosen Nicole Kidman, muß sich vor dem Verhungern bewahren und ihr Gut und sich selbst vor herumlungernden Männern schützen.
Zum Glück - für Ada und auch für das Publikum - wird sie dabei von der robusten Ruby unterstützt. Renée Zellweger geht in ihrer Rolle als trampeliger Naturmensch ganz und gar auf und sorgt für angenehme Unterhaltung. Nicole Kidman und Jude Law wirken dagegen unspektakulär und blass. Die frische und innige Liebe der Beiden sollte zwar den Rahmen und das ersehnte Ziel des Dramas darstellen, jedoch fehlt das nötige Knistern zwischen den Beiden. Wenn Scarlett O'Hara auf ihren Ashley wartet, blutet einem das Herz. Selbst das Wiedersehen zwischen Orry Maine und seiner Madeleine läßt einen nicht unberührt. Doch ob Ada und Inman sich letzten Endes in die Arme schließen können oder nicht, wird bald nebensächlich. Das mag daran liegen, dass ihre Bekanntschaft erst ein paar Tage alt ist. Aber viel eher daran, dass sowohl Kidman als auch Law ein wenig zu unterkühlt agieren: Beim ersten Blickkontakt springt einfach kein Funke über. Da nützt auch eine freizügige Liebesnacht nicht viel weiter.
Dennoch bietet Unterwegs nach Cold Mountain ein sehr schön gefilmtes Kriegsdrama, das weniger die gloriosen Schlachten, als viel mehr das Leiden der unschuldigen Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wundervolle und beeindruckend inszenierte Bilder mischen sich mit den Schrecken der Zeit zu einem Epos, das man sich durchaus ansehen kann, aber nicht muss, wenn man seine geschichtlichen Defizite bereits mit Fackeln im Sturm abgedeckt hat. |  | | von Bettina Friemel |

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