Das Kinodebüt von TV-Kater Garfield ist leider nicht ganz so gut ausgefallen, wie das seines Kollegen Scooby Doo. Grund dafür ist in erster Linie die einfallslose Story, welche zu sehr auf die kleinen Zuschauer zugeschnitten ist. Dafür überzeugen die gelungenen Effekte und ein aberwitziger Bill Murray als Garfields Synchronstimme.
Nachdem Warner Bros. mit der Verfilmung der Zeichentrickserie Scooby Doo ordentlich Profit machen konnte, wagt sich nun auch 20th Century Fox an eine Zeichentrickverfilmung aus eigenem Hause. Wer könnte sich da natürlich besser eignen, als der faule und verfressene Kater Garfield, dem der Sprung auf die Leinwand jedoch nicht so gut getan hat, wie Scooby Doo.
Garfield ist wohl der faulste Kater der Welt. Er liegt den lieben langen Tag nur auf der faulen Haut, schaut Fern und frisst sich den Bauch voll. Gut, dass auf die Liebe seines treusorgenden Herrchens John verlass ist, denn dieser kümmert sich allerliebst um sein Haustier. Als John jedoch aus Liebe zu Garfields Tierärztin den kleinen Hund Odie bei sich aufnimmt, fühlt sich Garfield übergangen und versucht alles, um den Mitstreiter Odie los zu werden.
Die Geschichte, die um Garfield gestrickt wurde, ist leider mehr als dürftig geworden. Man muss zwar einsehen, dass man kaum etwas aus dem Stoff herausholen kann, denn der Kater liegt in der Serie ja meist nur auf der faulen Haut. Damit kann man eben keinen 80-minütigen Film füllen. So hat man sich ein bis zwei Szenarios ausgedacht, um Garfield auch außer Haus zum Zuge kommen zu lassen. Jedoch sind diese Szenen für meinen Geschmack viel zu dünn und einfallslos geworden.
Dem Humor des Filmes ist es jedoch zu verdanken, dass man sich noch ganz gut amüsieren kann. Dies geht einzig und allein auf die Kappe von Bill Murray, der den Titelhelden mit einem unglaublichen Witz spricht, der einem schon in der ersten halben Stunde ein Dauergrinsen aufsetzt. Jedoch kann er sich nicht gegen die mangelnde Story durchsetzen, denn je weiter der Film voran schreitet, desto weniger zünden die Gags.
An den Effekten mangelt es jedoch nicht, da Kater Garfield großartig animiert wurde. Vor allem bei den Interaktionen mit seinem Herrchen John und Odie ist kaum etwas von den Computeranimationen zu sehen, so dass man manchmal wirklich denkt, man hat es mit einem normalen Kater zu tun.
Die Darstellerleistungen sind im Großen und Ganzen eigentlich nichts Besonderes, jedoch füllen sie ihre Rollen weitestgehend gut aus. Breckin Meyer nimmt man die Rolle des fürsorglichen Herrchen ohne Weiteres ab und auch Jennifer Love Hewitt kommt als Tierärztin noch ordentlich weg.
Dennoch muss ich sagen, dass mich Garfield größtenteils amüsiert hat, was fast einzig und allein der großartigen Synchronisation von Bill Murray zu verdanken ist. Daher empfehle ich, den Film in der OV zu schauen, da ich bezweifle, dass Thomas Gottschalk in der deutschen Fassung eine ähnliche Meisterleistung aus dem Hut zaubern kann.