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Dawn of the Dead

(Dawn of the Dead, 2004)

Dt.Start: 15. April 2004
DVD: 19. August 2004
Premiere: 19. März 2004 (USA)
FSK: ab 18 Genre: Horror, Thriller
Länge: 100 min Land: USA
Darsteller: Sarah Polley (Ana), Ving Rhames (Kenneth), Jake Weber (Michael), Mekhi Phifer (Andre), Ty Burrell (Steve Markus), Michael Kelly (CJ), Kim Poirier (Monica), Lindy Booth (Nicole), Kevin Zegers (Terry), Matt Austin (Doug), Boyd Banks (Tucker), Jayne Eastwood (Norma), Ken Foree, Matt Frewer (Frank), Hannah Lochner (Vivian), Nicholas Marino (Tom), Tim Post, R.D. Reid, Scott H. Reiniger, Tom Savini
Regie: Zack Snyder
Drehbuch: James Gunn, Michael Tolkin, Scott Frank


Inhalt

Eines schönen Tages sind in den USA die Zombies los und verwandeln jeden in einen blutdurstigen Primaten, der ihnen über den Weg läuft. In der Kleinstadt Everett können sich einige wenige in ein großes Einkaufszentrum retten, wo sie vorerst Ruhe vor den Zombies haben. Als diese jedoch bemerken, dass es in dem Kaufhaus noch Frischfleisch gibt, ist es mit dem Frieden vorbei.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Dawn of the Dead hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 59%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Lars Schnell
Dawn of the Dead hat eine Wertung von 59%
Zac Snyders Remake von George A. Romeros Klassiker Zombie entpuppt sich als halbgare Schlachtplatte, die zwar blutig daher kommt, inhaltlich jedoch nicht den Elementen eines ausgereiften horrorgesellschaftskritischen Streifens gerecht wird. Während die erste Hälfte eine gute Grundlage schafft, metzeln die sinnlosen Dialoge und Handlungen des zweiten Teils die Glaubwürdigkeit und den Horror des anfangs recht spannungsreichen Geschehens dahin.

Bild aus Dawn of the Dead Es scheint ein ganz normaler Tag zu werden. Die Sonne lacht, und alles ist ruhig wie immer. Doch als Anas Tochter plötzlich mit bluttriefendem Mund auf der Türschwelle des elterlichen Schlafzimmers steht und tollwütig in ihre Richtung schaut, soll sich dies schlagartig ändern. Gerade rechtzeitig kann sich Ana aus dem Haus in ihr Auto retten und muss zusehen, wie alles um sie herum im Chaos versinkt. Erst später erfährt sie, dass eine Epidemie ausgebrochen ist.

Das gelungene Intro bietet eine atmosphärisch dichte Einleitung und weiß eine ganze Weile lang zu überzeugen. Während die Protagonistin mit ihrem Auto die von Unfällen gesäumten Straßen entlangfährt und zusehen muss, wie um sie herum Menschen von anderen Menschen angefallen werden, Gebäude explodieren oder in Rauch aufgehen, schafft es Regisseur Snyder, dem Zuschauer glaubhaft eine postapokalyptische Atmosphäre im Stile von 28 Weeks Later zu vermitteln. Unterstützt von einer Collage aus Nachrichtenbeiträgen wird das volle Ausmaß der Katastrophe für ihn greifbar.

Im Gegensatz zur gelungenen Einleitung, die lediglich zehn Minuten des gesamten Films ausmacht und die Erwartungen an die restlichen 90 enorm hochschraubt, wird im Folgenden kein sonderlicher Spannungssprung mehr gemacht. Die Hauptperson trifft auf einige weitere Personen, die später zum Großteil als Zombiefutter enden, mit denen sie sich in einem Einkaufscenter verschanzt.

An dieser Stelle beginnen nun die großen Probleme des Films. Zwar gibt es zwischenzeitig immer wieder gute Einfälle wie ein Dächer-übergreifendes Schachspiel oder Zombies, die nach ihrem Tod auf alte Angewohnheiten zurückgreifen, jedoch befinden sich die Charaktere als soziale Gruppe in einer spannungsgeladenen Krisensituation, die hier und da zu Konflikten führt. Zwar werden die Konflikte an sich zu genüge ausgebaut, jedoch lässt deren Glaubhaftigkeit teils zu wünschen übrig.

Besonders dümmlich wirkt hier die Szene, in der die Gruppe über die Quelle der Infektion und die Art der Übertragung rätselt. Während die Zuschauer sich schon seit den ersten Minuten des Films darüber im Klaren sind, dass die Infektion durch Bisswunden weitergereicht wird, scheint dies für die Protagonisten ein schier unlösbares Rätsel. Ihre daraus resultierende Unsicherheit wiederum führt zu unnötigen Dialogen, die als Gewissenskonflikt zwar den Zuschauer in das Geschehen mit einbeziehen wollen, jedoch eher das Gegenteil bewirken. Denn die Protagonisten müssten es eigentlich besser wissen.

Ein Film, der den Anspruch hat, Spannung und Grusel zu erzeugen, schafft es zugleich, dem Zuschauer das Offensichtliche zu zeigen und dennoch zu überraschen. Wenn hier ein kleiner Hund um die Ecke gelaufen kommt, und die Charaktere erleichtert aufatmen und denken, es sei alles in Butter, sieht der Zuschauer den Zombie schon um die Ecke laufen, bevor er überhaupt im Bild zu sehen ist. Dementsprechend ist der Überraschungseffekt gleich null.

Neben den Drehbuchautoren, die oftmals auch sehr gute Ideen haben, wirken auch die Schauspieler mit den flachen, charakterlichen Untiefen, die ihnen das Drehbuch vorgibt, zeitweise recht überfordert. Nur Ving Rhames als egomanischer, aber trotzdem teamfähiger Sturkopf weiß durchgehend zu überzeugen. Die Synchronisation ist gut gelungen, nur leider passt die Synchronstimme der Hauptdarstellerin nicht immer.

Das Ende des Blutgerinnsels wirkt sehr abgehackt und käme nicht noch ein kleiner Nachschub während des Abspanns, so würde man am liebsten sein Geld zurückfordern. Diese Sequenzen wurden erst eingefügt, nachdem ein Testpublikum das abrupte Ende der Originalversion bemängelte. Hier zeigt sich - wie so oft bei Filmen diese Genres - wiederholt die Dummheit der Charaktere.

Trotz aller Kritik bleibt Dawn of the Dead am Ende ein stellenweise unterhaltsamer, wenngleich nicht viel mehr als ein klischeebehafteter, mittelmäßiger Zombie-Streifen. Zu Beginn atmosphärisch dicht, bietet er wenig Neues und wird trotz versuchter Ernsthaftigkeit aufgrund des Rätselratens, wo kein Rätsel ist, schnell zur Lachnummer. Da greift man lieber gleich zu Zombieland, der sich selbst zwar nicht ernst nimmt, dafür aber um einiges stimmiger daher kommt und sich nicht dümmer stellt als der Zuschauer.



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