Scooby is back! Und wie, denn auch in der zweiten Verfilmung der alten Hannah-Barbera-Serie darf ordentlich gelacht werden, was vor allem den aberwitzigen Goofballs Matthew Lillard als Shaggy und Neil Fannings Synchro als Scooby zu verdanken ist. Aber auch die vielen Anspielungen auf die Serie lässt das Herz der Fans höher schlagen und einige Fäkalwitzchen verzeihen.
Da die gelungene Umsetzung der TV-Serie Scooby Doo: Where are you? in den USA sehr gut lief, war damals ziemlich schnell klar, dass mal wieder eine Fortsetzung nötig war. Dem Trailer nach zu urteilen, schien den Machern des ersten Teils leider die Luft auszugehen, aber diese Zweifel waren alles andere als gerechtfertigt, denn vor allem die Fans der ersten Staffeln der Serie werden hier 100%ig ihren Spaß haben.
Das Detektivteam Mystery Inc. soll nun endlich für seine Taten belohnt werden und bekommt in Coolsville eine eigene Museumsabteilung in der viele ihrer geschnappten Monsterkostüme ausgestellt werden. Als jedoch ein Maskierter während der Einweihung diese Kostüme stiehlt und sie in lebendige Monster verwandeln will, hackt die Presse gewaltig auf unser Team ein. Shaggy und Scooby fragen sich inzwischen ob sie je etwas zum Team beitragen haben und beginnen auf eigene Faust zu ermitteln.
Im Vergleich zum Vorgänger gefiel mir die Story diesmal weitaus besser. Vor allem den Fans der Zeichentrickserie dürfte es Spaß machen die alten Monster der ersten beiden Staffeln wieder in Aktion zu erleben. Desweiteren kann der zweite Teil auch die Stimmung des Orginals einfangen, was bei Scooby Doo nur vereinzelt gelang.
Besonders gelungen ist auch wieder der Humor, der vor allem unseren Goofballs Scooby und Shaggy zu verdanken ist. Wenn die Beiden sich alleine auf die Suche nach Spuren machen oder auf der Flucht vor gefährlichen Monstern sind, bleibt wirklich kein Auge trocken. Schade jedoch, dass man sich ab und an mit eher unwitzigen Fäkalhumor plagen muss, was allerdings eher die Ausnahme ist.
In Sachen Special Effects setzt Scooby Doo 2: Monsters Unleashed noch mal eine ganze Schippe drauf! Die Monster sind überaus gelungen animiert und auch Scooby Doo selbst wirkt diesmal noch überzeugender als schon bei Teil Eins. Ebenso auch ein großes Lob an den Kulissenbau, der die Schauplätze nahe an denen der Serie angelegt hatte.
Bei den Darstellerleistungen gibts diesmal auch nur wenig zu kritisieren: Matthew Lillard und Linda Cardellini sind einfach die Traumbesetzungen für ihre jeweiligen Rollen, aber überraschenderweise gefallen diesmal auch die beim letzten Mal enttäuschenden Freddie Prinze jr. sowie Sarah Michelle Gellar, deren Charaktere auch deutlich an die der Serie herangerückt wurden. Auch ein Neuer konnte sich mit Ruhm bekleckern, nämlich Seth Green, der für die Rolle des Museumskurators wie geschaffen ist, dafür enttäuscht leider Alicia Silverstone auf ganzer Linie und bleibt vorwiegend blass. Das Highlight ist aber eindeutig Neil Fanning, des es wieder auf eine einzigartige Weise gelingt unseren Titelhelden Scooby die Stimme zu leihen.
Fans dürfte Scooby Doo 2: Monsters Unleashed wohl ein ganzes Stück besser gefallen als sein Vorgänger, da man viele Bezüge zur Serie hergestellt hat und man sich von den neu erfundenen Charakteren des ersten Teiles deutlich distanziert hat. Jedoch sei hier noch erwähnt, dass bei diesem Film nur die englische Originalfassung zu wählen ist, denn ohne die Aussprache von Fanning, Lillard und Cardelini würde der Film den Zuschauer nur halb so gut unterhalten, wenn überhaupt.