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Wer es geschafft hat, den Trailer zu umgehen, der kann ruhigen Gewissens ins Kino gehen und sich diesen Film anschauen. Der Rest sollte sich das dreimal überlegen, denn kennt man den Trailer, kennt ihr den kompletten Film, der neben Jennifer Garners überzeugendem Spiel und einigen netten Gags, leider sehr altbacken und unoriginell daher kommt.
Erst letztes Jahr kam mit Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag ein, zugegeben sehr gelungener, Film dieser Art in die Kinos. Da dieser sehr erfolgreich war, schickte man mit 30 über Nacht gleich einen hinterher. Zwar handelt es sich diesmal nicht um einen Körpertausch, sondern um eine weibliche Variante von Big. Jedoch schafft der Streifen es leider nicht, den Unterhaltungsfaktor der genannten Filme zu erreichen.
Die kleine Jenna Rink will so schnell wie möglich erwachsen und berühmt werden. An ihrem 13. Geburtstag schließt sie sich frustriert ihren Schrank ein und als sie ihn am nächsten Tag wieder verlässt, ist sie plötzlich 17 Jahre älter. Sie ist schön, hat einen guten Job in der Werbebrache und ist mit einem Spieler der New York Rangers zusammen. Trotzdem steht sie der Sache skeptisch gegenüber und versucht mit Hilfe ihres Ex-Jugendfreundes Matt, dem Ganzen auf den Grund zu gehen.
Zur Geschichte selbst braucht man eigentlich kaum etwas sagen, denn diese ist einfach bis zum geht nicht mehr ausgelutscht. Auf neue Einfälle oder Höhepunkte wartet man vergeblich, da der Drehbuchschreiber auf Nummer sicher ging und sich in Sachen Story komplett bei seinen Vorgängern orientierte.
Dies hätte mich nicht weiter gestört, wenn der Film wie Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag äußert witzig und unterhaltsam gewesen wäre. Doch hier handelt es sich mal wieder um einen Film, bei dem sämtliche Gags schon im durchaus spaßigen und überzeugenden Trailer zu sehen waren. So hat man dann, aufgrund der Tatsache, alle Jokes schon gesehen zu haben, während des eigentlichen Filmes kaum noch was zu Lachen.
Warum der Film dann doch noch ganz ordentlich weg kommt, ist fast einzig und alleine der Hauptdarstellerin Jennifer Garner zu verdanken. Man nimmt ihr die Rolle der 13jährigen im Köper einer 30jährigen ohne Probleme ab und merkt deutlich, wieviel Spaß sie an ihrer Rolle hat. Der restliche Cast, darunter Mark Ruffalo als ihr Jugendfreund sowie Gollum Andy Serkis als Jennas Chef, ist kaum erwähnenswert, da es sich hier fast um eine One-Man-Show von Jennifer Garner handelt.
So bleibt am Ende festzuhalten, dass der aktuelle Versuch, eine Geschichte dieser Art zu inszenieren, nicht überzeugen kann. 30 über Nacht gelingt es leider zu keinem Zeitpunkt, an die unterhaltsamen Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag und Big anzuknüpfen, da jegliche Originalität fehlt und man leider schon alle Gags aus dem Trailer kennt. |